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27 stycznia 2025

Guten Morgen, meine Damen und Herren,

Meine Damen und Herren, wir befinden uns an einem besonderen Tag an einem besonderen Ort: dem 80.Jahrestag der Befreiung des deutschen Nazi–Konzentrations– und Vernichtungslagers Auschwitz–Birkenau. Heute finden hier in Oswiecim, auf dem Gelände eines ehemaligen Vernichtungslagers, eines deutschen Konzentrationslagers, das heute ein Museum ist, Veranstaltungen statt, um der 1 100 000 Menschen verschiedener Nationalitäten zu gedenken, die hier gelitten haben und ermordet wurden, hauptsächlich Juden, aber auch Polen, Russen, Roma, Menschen vieler Nationalitäten aus dem gesamten von Deutschland besetzten Europa.

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Dies ist auch der Tag, den die Vereinten Nationen vor 20 Jahren, im Jahr 2005, zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt haben. Wie wir wissen, wurden Konzentrationslager wie Auschwitz–Birkenau und insbesondere Birkenau errichtet, um die Vernichtung des jüdischen Volkes durchzuführen. Das war Hitlers verbrecherischer Plan, das war der verbrecherische Plan Nazi–Deutschlands im 2. Weltkrieg, um die Vernichtung vollzubringen. Deshalb gedenken wir heute all derer, die während des Holocaust ermordet wurden, darunter drei Millionen polnische Bürger jüdischer Nationalität, die von den Deutschen während des Zweiten Weltkriegs umgebracht wurden. Während wir hier sprechen, treffen Delegationen aus aller Welt ein, um an diesen Gedenkveranstaltungen teilzunehmen.

Wir Polen, auf deren Boden, damals von Hitlerdeutschland besetzt, die Deutschen die Vernichtungsindustrie und dieses Vernichtungslager errichteten, sind heute die Hüter der Erinnerung. Auf schmerzliche Weise setzen wir die außergewöhnliche Mission des Rittmeisters Pilecki fort, der sich freiwillig in diesem Lager einsperren ließ, um Zeugnis abzulegen, eine Widerstandsbewegung zu gründen, aber auch, um diesen Ort zu verlassen, um von diesem Ort zu fliehen, um ein lebendiger Beweis für das zu sein, was hier geschehen ist. Und um diese Botschaft zu den westlichen Alliierten zu bringen, um zu bezeugen, was Hitlers Deutsche in den besetzten Gebieten taten und was sie den unterworfenen Nationen antaten.

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Heute, als Erben von Rittmeister Pilecki, haben wir diese Orte unter unserer Obhut. Polen kümmert sich um diese Orte, damit die Erinnerung nie verloren geht, nie ausgelöscht wird, damit man sich immer daran erinnert und damit die Welt um dieser Erinnerung willen nie wieder ein so dramatisches menschliches Versagen, oder genauer gesagt, ein Versagen der Menschlichkeit, zulässt.  Es hat in der Geschichte der Menschheit noch nie einen Präzedenzfall gegeben, in dem die Vertreter einer Nation anderen Nationen und insbesondere der jüdischen Nation einen so schrecklichen, unfassbaren Schaden zugefügt haben. Das Gedenken soll auch sicherstellen, dass dies nie wieder geschieht.

Heute begehen wir den 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations– und Vernichtungslagers am 27. Januar 1945. Auch die letzten Überlebenden sind hierher gekommen. Soeben hatte ich die große Ehre, die Überlebenden zu begleiten, als sie hier im Lager Auschwitz an der Todeswand Blumenkränze niederlegten und Kerzen anzündeten.

Meine Damen und Herren,

Ich möchte all jenen danken, die gekommen sind und all jenen, die heute nach Oswiecim kommen und kommen werden, in dieses Museum, das ein schreckliches Zeugnis für die Verbrechen ablegt, die von den Nazideutschen während des Zweiten Weltkriegs an den Völkern und vor allem an der jüdischen Nation begangen wurden.

Ehre sei dem Gedenken an all jene, die ermordet wurden! Ehre sei dem Andenken derer, die gestorben sind! Ehre sei dem Andenken derer, die gelitten haben! Ewige Ruhe schenk ihnen, Herr.

Präsident der Republik Polen
Andrzej Duda

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